Yoga als Unterstützung für den Schulalltag
Durch Mangel an Bewegung zeigen viele Kinder Defizite in ihrer Entwicklung. Oft fehlen ihnen grundlegende Fähigkeiten: sie können nicht auf einem Bein hüpfen, rückwärts laufen oder einen Ball fangen, was sich auch auf schulische Fertigkeiten auswirkt. Auch das ständige Sitzen und falsche Ernährung hat seine Folgen: immer mehr Kinder leiden unter Übergewicht.
Durch Beobachtung und Praxis wussten indische Yogis schon vor vielen Jahrhunderten, was sich heute durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt: durch die Ausführung von Yoga nimmt ein Mensch bewusst Einfluss auf Körper, Emotionen und Geist, wodurch ein harmonischer Austausch zwischen Bewegung, Gedanken und Gefühlen entsteht. Es hilft dem Nervensystem die Informationen schnell und richtig zum Gehirn weiterzuleiten, was gerade für Kinder im Schulalter von großer Bedeutung ist. Lernen kann dann entspannt, effektiv und erfolgreich geschehen. Das heißt, dass wir nicht nur mit unserem Gehirn, sondern mit dem ganzen Körper lernen.
Regelmäßig üben.
Regelmäßiges Üben hilft Kindern ganzheitlich zu lernen, was sich auf ihr körperliches und geistiges Wohl auswirkt. Werden die Übungen konzentriert und achtsam ausgeführt, stellen sie eine sinnvolle Unterstützung dar. Dies wirkt sich positiv auf folgende Aspekte aus:
Richtige Sitzhaltung:
die Kinder bekommen ein Gefühl für eine optimale Sitzhaltung mit einem geraden Rücken und können so das lange Sitzen in der Schule besser durchhalten.
Bessere Sehkraft:
Durch Augenübungen wird die Augenmuskulatur gleichermaßen trainiert und entspannt, wodurch Verkrampfungen der Augenmuskulatur und einer damit verbundenen Beeinträchtigung der Sehschärfe vorgebeugt werden kann.
Gesteigerte Konzentrationsfähigkeit:
Yoga bewirkt einen wachen, klaren Geist. Ein Kind kann sich in der Schule wesentlich besser konzentrieren und seine Leistung verbessern. (Bei einigen Kindern wurden sogar innerhalb weniger Monate eine Verbesserung der Noten festgestellt).
Steigerung des Selbstbewusstseins:
Mit Yoga-Übungen (Asanas), Entspannung und Meditation (Konzentrationsmethode) lernen die Kinder bei sich zu bleiben und sich selber zu spüren, sich dadurch nicht mehr so schnell ablenken lassen, was zu einer Verbesserung der schulischen Leistungen führt und das Selbstbewusstsein des Kindes stärkt.
Aufbau einer Kinderyogastunde
Bei Kindern ab 6 Jahren kann eine Yogastunde 50 - 60 Minuten dauern.
Der Verlauf einer Stunde kann folgendermaßen aussehen:
°Anfangsrunde (Jede Kind erzählt, wie es ihm geht)
° Aufwärmübungen durch bewegungsreiche Spiele
°Eine Geschichte wird erzählen, die durch gezielte Bewegung dargestellt wird.
°Entspannung – mit Musik und /oder mit Phantasiereisen
° Kindergerechte Meditation (z. B. singen von einem sich wiederholenden Text) bis zu 3 Min.
oder malen.