Anhaltender Stress am Arbeitsplatz
mindert die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten
Die Effektivität des Unternehmens zu steigern ist ein zentrales Ziel vieler Firmen. Dies belastet zunehmend die Angestellten, angefangen vom Büroangestellten bis hin zum Manager. Das Resultat sind oft Stress-Situationen, die bei häufigem Auftreten das Gegenteil des erwünschten Zieles bewirken: die Effektivität der Arbeit sinkt und die Beschäftigten werden unzufrieden.
Anhaltender Stress ist ein dominierendes soziales und gesundheitliches Problem in der modernen Arbeitswelt, das sich durch typische Krankheitssymptome wie Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Magengeschwüren, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen bemerkbar macht.
Dies schadet der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens sowohl kurzfristig als auch langfristig durch geringere Motivation der Beschäftigten und durch steigenden Ausfall durch Krankheit.
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+ + + Immer mehr Menschen mit Depressionen und Angstzuständen + + +
Die Zahl der Menschen mit psychischer Erkrankungen ist "dramatisch gestiegen".
Dies ist eine Erkenntnis aus dem DAK-Gesundheitsreport, den die Krankenkasse gestern in Kiel vorgestellt hat. Die Fehltage bei psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Angstzuständen
stiegen von 1997 bis 2004 um 61 Prozent, die Zahl der Betroffenen um 62 Prozent.
Die zentrale Ursache für eine psychische Krankheit ist nur sehr selten am Arbeitsplatz in Betrieb oder
Verwaltung zu finden, sagte dazu Judith Berger vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (Berlin).
Allerdings würden zunehmender Stress sowie die deutlich gestiegene Angst um den Arbeitsplatz Krankheitsausbrüche und -verlauf negativ beeinflussen.
(Sylter Rundschau, 4. Mai 2005)
+ + + Arbeitsbelastung steigt+ + +
Die Gesundheitsbelastung am Arbeitsplatz nimmt ständig zu. In den vergangenen fünf Jahren
seien insbesondere Terminhetze, Arbeitsintensität und Verantwortungsdruck in rund 90 Prozent
aller Betriebe gewachsen, meldet dpa. Dies ergab eine Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung
unter mehreren tausend Personal- und Betriebsräten.
Die Betriebe kümmern sich um das Problem bisher kaum.
(Reformhaus Kurier 10/ 2004)
+ + + krank zur Arbeit aus Angst vor dem Jobverlust + + +
Aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes gehen viele Menschen krank zur Arbeit:
37 Prozent der Beschäftigten schleppen sich auch mit einer schweren Erkältung in die Firma.
Mehr als die Hälfte (51 Prozent) würde sich nur krankschreiben lassen, wenn es wirklich nicht mehr geht, und weitere sechs Prozent gaben an, dass sie auch bei schlimmen Symptomen einen "gelben Zettel" nur für drei Tage einreichten. Das geht aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage hervor, die der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg vorgelegt hat.
(Hamburger Abendblatt, 4. März 2003)
Angesichts der wachsenden Arbeitslosigkeit melden sich die deutschen Arbeitnehmer immer seltener krank. Der Krankenstand ist 2002 mit 3,5 Prozent schon im dritten Jahr in Folge stabil geblieben.
(Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK).
+ + + Job-Frust kostet Milliarden+ + +
Das Meinungsforschungsunternehmen Galup in Potsdam hat über die mangelnde Motivation
der Arbeitnehmer herausgefunden: Nur zwölf Prozent der Befragten gaben an, im Job engagiert ans Werk
zu gehen, 70 Prozent dagegen machen Dienst nach Vorschrift, 18 Prozent haben innerlich bereits gekündigt. Aus dem fehlendem Engagement am Arbeitsplatz resultierenden gesamtwirtschaftlichen Schaden aus schwacher Mitarbeiterbindung, hohen Fehlzeiten und niedriger Produktivität auf jährlich
rund 220 Milliarden Euro. Diese Größenordnung entspricht fast dem gesamten Bundeshaushalt 2003
(246,3 Milliarden Euro).
+ + + Existenzangst: Zahl psychisch Kranker steigt dramatisch+ + +
Die Zahl der psychisch Kranken in Schleswig - Holstein ist nach einer Studie
der Techniker Krankenkasse (TK) in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Drittel gestiegen.
Mittlerweile seien psychische Erkrankungen wie Depressionen und Ängste Ursache
für jeden siebten Fehltag am Arbeitsplatz, teilte die Kasse gestern in Kiel mit.
Hinter der Entwicklung stehe vor allem Existenzangst.
(Sylter Rundschau 7. April 2005)
+ + + Stress macht krank + + +
Überdurchschnittlich häufig kommen laut Umfrage Rückenschmerzen bei gestressten Menschen vor.
Laut BKK hat die Zahl der Betroffenen insgesamt seit 1998 um mehr als ein Viertel zugenommen.
Mit einem Anstieg von 36 auf 60 Prozent sind besonders die 14- bis 29-Jährigen betroffen.
Die Zahl derjenigen, die sich deswegen in ärztliche Behandlung begeben, ist jedoch
von 57 auf 41 Prozent gesunken. Befragt wurden 4003 Personen im Alter ab 14 Jahren.
(Sylter Rundschau, 9. Oktober 2004)
Berufsbedingter Stress - nach Rückenschmerzen das zweitgrößte Gesundheitsproblem
in der Europäischen Union. Fehlzeiten und Krankheit kosten die deutsche Wirtschaft
jedes Jahr rund 2,3 Milliarden Euro.
(Hamburger Abendblatt, 1. Februar 2003)
Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die häufigste Todesursache in Hamburg.
Im Jahr 2000 starben hier 7167 Menschen daran.
(Hamburger Abendblatt, 23. Februar 2002)
+ + + Frauen krank durch Karriere + + +
Frauen gelingt nicht nur selten der Sprung in Führungspositionen der Wirtschaft
- dort angekommen, leiden die meisten auch erheblich unter Stress.
Jede zweite weibliche Führungskraft in Deutschland hat mit Verspannungen, Kopfschmerzen,
Migräne, Schlafstörungen, Nervosität oder Magen-Darm-Problemen zu kämpfen.
Das ergab eine Europressedienst-Umfrage unter 1500 Karrierefrauen.
Negativ wirke sich vor allem die tägliche Doppelbelastung durch Beruf und Familie aus.
(dpa / Hamburger Abendblatt, 24. März 2003)
+ + + Hektik, Zeit- und Termindruck. + + +
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz stellen für viele Arbeitnehmer erhebliche Probleme dar.
Fast jeder dritte leidet stark unter Hektik, Zeit- und Termindruck.
Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern in Bonn veröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Institutes der AOK (WldO), bei der in den vergangenen Jahren 30 000 Arbeitnehmer befragt wurden.
Bei den körperlichen Beschwerden dominieren Muskel- und Skeletterkrankungen.
Fast jeder zweite (47 Prozent) leidet häufig unter Rückenschmerzen.
(Bonn (dpa) - Sylter Rundschau, 15. April 2005)